Mittwoch, 1. Januar 2014

2013 war gestern – na gut…vorgstern

Ich wünsche allen auf diesem Wege noch ein gutes, glückliches und phänomenales Jahr 2014. 
Vielleicht sollte man nicht so viel in Superlativen reden, aber von Nichts kommt ja Nichts. 

Also – Silvester in Yerevan.
Spannende Angelegenheit, denn schließlich hat man mir versichert, dass Neujahr das wichtigste Fest für die Armenier ist. Dem entsprechend groß waren die Erwartungen auf diesen Event.
Begonnen haben wir aber mit einem großen, langen und gemütlichen Essen in der Wohnung von FYCA (Federations of Youth Clubs of Armenia), der Organisation, die mich hier betreut. Die Wohnung, liebevoll der Bunker genannt, ist mein zu Hause, wenn ich in Yerevan bin. Für den Anlass haben die hier vertretenen Nationen (Ungarn, Niederlande, Amerika und Deutschland) jeder ein Gericht auf den Tisch gezaubert – das war zumindest der Plan. Im Endergebnis sah es dann so aus, dass die ungarische Partei das meiste gekocht und gebraten hatte, die Niederländer haben ein köstliches Karotten-Kartoffel-Speck-Gemisch beigetragen, Amerika war mit Eis vertreten und Deutschland hat… naja...ich hab den Alkohol gekauft. Und das Brot.

Da es immer noch verdammt kalt ist in Yerevan (-18 Grad in der Nacht), sind wir auch nicht so früh aufgebrochen um auf dem Republic Square das neue Jahr zu begrüßen. Kurz vor halb zwölf ging es dann mit Sekt bewaffnet in die Kälte. Die Stadt war überraschend ruhig. Ich hatte die ganze Zeit die vergangenen Silvester in Deutschland im Kopf. Wenn schon nachmittags um vier mit dem Geknalle angefangen wird und man Angst haben muss, was zwischen die Beine geschmissen zu bekommen…oder der Briefkasten das zeitliche segnet. Von alle dem war nichts zu spüren. 
Auf dem Republic Square hatte man eine Bühen aufgebaut und es waren tatsächlich Leute da. Aber die Massen waren überschaubar. In Armenien wird das Ereignis des Jahres dann wohl doch im Familien- und Freundeskreis gefeiert. Aber für uns war es genug. Wir haben noch andere Freiwillige getroffen und haben zwanzig Minuten zu armenischem Schlager getanzt. 

Bühne auf dem Republic Square

Punkt zwölf (nach armenischer Uhr) flog ein kurzes, aber schönes Feuerwerk um unsere Ohren und wir uns um den Hals…Happy New Year hier, Happy New Year da. Küsschen links, Küsschen rechts, Sekt gesüffelt…!




Lange haben wir uns aber auf Platz dann nicht mehr aufgehalten, weil, ich sagte es bereits, es verdammt kalt war. Wir sind dann in einen Club und…ach was…Eintritt zahlen…ok. Wie viel? 5000 Dram (10 Euro). Ne danke. Nächster Club. Geschlossen, weil nicht geöffnet. Toll! 
Die erste Stunde des neuen Jahres haben wir also damit verbracht einen Ort zu finden, um 2014 gebührend zu feiern. Beim dritten Versuch hat es dann geklappt. Im Hemmingway´s musste man zwar auch Eintritt zahlen, aber da wir so oft da sind und gut mit dem Barmann können, mussten wir nichts bezahlen. Gute Party…!

Den 1. Januar haben wir relativ spät begonnen.
Um jedoch nicht völlig nutzlos zu sein, haben wir uns entschlossen, einen Neujahrsspaziergang zu machen. Wir waren in der Kirche…nur um mal hallo zu sagen, und haben uns die in Nebel gehüllten Kaskaden angeschaut. Die Atmosphäre war ruhig, gemütlich…keine Hektik oder Eile. Das hat mir gefallen. 


Der Garten des Parlaments


Die Kaskaden im Nebel

Im kommenden Jahr wird es einiges zu berichten geben, denke ich. Schließlich habe ich ja noch nicht mal im Ansatz alles gesehen, was es in Armenien zu sehen gibt. Und es gibt ja auch noch angrenzende Staaten, die ich erkunden möchte. Und nicht zu vergessen, die Arbeit im GSCC. 
Die nächsten zwei Tage werde ich noch in Yerevan sein und dann geht es zurück nach Gyumri um Weihnachten mit meiner Gastfamilie zu verbringe. Davon berichte ich dann später!

Lasst es Euch gut gehen…!
Macht das beste draus! Und denkt dran…das nächste Jahr kommt bestimmt.






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